Joule Inside – Eine Atempause für die Branche

Nikolaj Popovic Bewertungen Gaming PC Leave a Comment

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Für unseren Blog etablieren wir ein neues Format, bei dem wir in regemäßigen Abständen aktuelle Marktsituationen, Technologien und Trends kommentieren.

In dieser Veröffentlichung befassen wir uns mit dem aktuellen Stand und einem Blick in die Kristallkugel zur aktuellen Verfügbarkeiten von Grafikkarten und Prozessoren sowie den weiteren möglichen Verlauf in den kommenden Monaten.
Mit dem NVIDIA Ti-Launch kam die Besserung

In den letzten Wochen ist eine spürbare Verbesserung der Verfügbarkeit einzelner Grafikkarten auszumachen. Mit dem kürzlichen Release der RTX 3070 Ti und RTX 3080 Ti kam der Umschwung. Auch hier gab es zu Beginn nicht ausreichend Ware, doch es brachte Entspannung bei RTX 3080 und RTX 3090. Lediglich die mittleren Karten zu RXT 3070 und RTX 3060 Ti sind – als bekannte ideale Modelle für Krypto-Mining – selbst heute noch kaum verfügbar.

Auch mit den damit verbundenen Preissenkungen bei NVIDIA Grafikkarten sind die Konkurrenzprodukte von AMD nach wie vor am nächsten zur eigentlichen Preisempfehlung. Die RX 6700XT ist bestens verfügbar, wird allerdings preislich immer mit den anderen Modellen mitgezogen. So gilt die RX 6900XT immer noch als Tipp für Enthusiasten bei einer Differenz von rund $600 zur Spitzenmodell RTX 3090.
Auch China spielt eine Rolle

Die wohl größte Erholung des Marktes ist wohl einer einzelnen Handlung zuzuschreiben. Bereits vor einigen Wochen hat die chinesische Regierung den zahlreichen Krypto-Farmen im Land einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zwar hat China bereits 2017 Krypto-Zahlungsmittel grundsätzlich verboten, aber die zahlreichen Rechenzentren weiterhin geduldet. So entstand bis zuletzt über 60% aller neu generierter Bitcoins in China. Mit der neuesten Direktive wurden nun auch die Rechenzentren des Landes verwiesen, wodurch Eigentümer nicht nur zum Abbau dieser gezwungen wurden, sondern auch einer neuen Planung dieses „Geschäftsmodells“. Die Folge war ein massiver Kurssturz des Bitcoins und die aktuelle Entspannung der Verfügbarkeit von Grafikkarten.
Da war ja noch was mit Prozessoren

Während sich hier die Lage bei AMD sehr zugunsten aller Käufer entwickelt hat, besteht auch heute noch eine Dürre bei Intel. Einer der Gründe, warum die aktuelle 11. Generation der Intel Prozessoren noch nicht in allen Joule Performance Systemen verbaut wird.
Prognose: Bewölkt mit wenig Aussichten auf Produkt-Regen

Am Horizont ist Bewegung merkbar, denn der Wille für eine Besserung ist überall vorhanden. Die kürzliche Ankündigung für die 12. Generation an Intel Prozessoren zum Jahresende eine unerwartete Überraschung. Ob die Überraschung auch für die Verfügbarkeit anhält, darf bezweifelt werden.

An anderer Stelle sind LHR (Low-Hash-Rate) Grafikkarten zwar mittlerweile auf dem Markt angekommen, allerdings sind diese eher ein Tropfen auf dem heißen Stein. Sicherlich werden Miner vom Kauf dieser Karten absehen – ganze wie vorgesehen. Jedoch verhilft das bestehende Trio aus regulären Karten, LHR- und dedizierten Mining-Varianten lediglich zu einer Segmentierung der Lage. Denn das Hauptproblem bleibt trotzdem bestehen: die grundsätzliche Chip-Knappheit. Die Problematik ist nicht nur der rasante Ausverkauf aller Karten auf dem Markt, es betrifft viel mehr die laschen Kapazitäten, die Nachfrage mit genügend Chips abzufangen. Und diese Nachfrage bleibt ungebrochen.

Die Auswirkungen des China-Verbots für Krypto-Farmen lediglich temporär, da hier eine Verlagerung des Ursprungslandes neuer Bitcoins zu erwarten ist. Die Nachfrage wird nach dem vollzogenen Umzug schnell wieder anziehen.

Zudem sind die Nachwehen der Suez-Blockade vor einigen Wochen nach wie vor nicht überstanden. Und es bahnen sich schon die nächsten Auswirkungen einer Krise auf dem Wasserweg in Yantian an – einem der wichtigsten Häfen von Shenzhen. Aufgrund mehrerer Corona-Fälle wurde der Hafen zeitweise auf 40% der normalen Kapazität der Frachtschiffe gedrosselt. Eine Lockerung ist zwar bereits im Gange, dennoch wird der Verzug lange spürbar sein und die Kosten für Seefracht nochmals weiter ansteigen lassen.
Jeder K(r)ampf hat Helden

Zahlreiche Faktoren, die weiter auf eine ungewisse Zukunft schließen lassen, um an die gewünschten Produkte zu einem gewünschten Preis zu gelangen. Auch bei uns, ist nur durch die akribische Arbeit unserer Kollegen im Einkauf und Produkt Management sowie den guten Partnerschaften, wie ASUS, EVGA, Palit/Gainward und Intel zu verdanken, dass wir in den kommenden Wochen unser Angebot erweitern können. An dieser Stelle ein großes Dankeschön!

Um allen Kunden einen besseren Ausblick und mehr Transparenz zu bieten, haben wir eine neue Übersicht für aktuelle Lagerware mit Lieferzeiten von max. 2-3 Tagen erstellt. Alle weiteren Gaming PCs gemäß ihrer Angabe. High-End Systeme erfreuen sich zahlreicher Möglichkeiten, im Mittelklasse Bereich nur vereinzelt.
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Fest steht: Für die Anschaffung eines neuen Gaming PCs gab es dieses Jahr noch keine bessere Zeit. Ob die Möglichkeiten stabil bleiben oder noch wesentlich besser werden, konnte uns auch die 7. Kristallkugel beim Polieren nicht verraten …

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